Drucken

Unser Verein wurde am 1. August 1934 in der Dammstraße in Mannheim -Neckarstadt gegründet. Ziel der Gründungsmitglieder war es, "jungen Musikfreunden der Neckarstadt Gelegenheit zur Pflege des Harmonikaspiels zu geben und diesen Musikzweig immer weiteren Kreisen der Bevölkerung zugänglich zu machen."

Erster Dirigent und Lehrer des damaligen "Harmonika-Club Mannheim-Neckarstadt" war Georg Poignée. Schon nach verhältnismäßig kurzer Zeit gelang es dem Verein, mit einem Konzert im Kolpinghaus an die Öffentlichkeit zu treten. Das Konzert gefiel den Zuhörern so gut, dass sich viele Harmonikafreunde dem jungen Verein anschlossen und die Mitgliederzahlen stark anstiegen.

Natürlich zählten auch Unterhaltungsabende, Vereinsausflüge, Freundschaftsspiele und dergleichen zum Vereinsleben.

Der Ausbruch des zweiten Weltkrieges unterbrach dann jäh die Aufwärtsentwicklung des Vereins. Unser Dirigent und viele Spieler wurden zum Wehrdienst eingezogen, worunter das Orchester stark litt.

Zunächst konnte der Vorsitzende Friedrich Scheffel die Leitung der Übungsabende übernehmen, die aber fast nur vom "Vereinsnachwuchs" besucht werden konnten. Als auch Friedrich Scheffel eingezogen wurde, übernahm Erwin Hasslöcher den Musikbetrieb, der aber dann wegen der immer schlechter werdenden Bedingungen eingestellt werden musste.

Die schwere Kriegs- und Nachkriegszeit konnte jedoch die Liebe zur Harmonika nicht völlig zum Erliegen bringen.

So trafen sich am 8. Mai 1947 die Musikfreunde Fritz Scheffel, Curt Windrath, Erwin Hundt, Kurt Marterer, Edith Hasslöcher, Konrad Sippel und Theo Schmelzeisen im Lokal "Zum goldenen Engel". Sie begannen mit dem Wiederaufbau des Clubs unter dem neuen Namen "Handharmonika-Vereinigung Rheingold Mannheim-Neckarstadt".
Neuer Dirigent wurde Ludwig Nadler.

Die Proben fanden montags im Lokal "Tivoli" in der Riedfeldstraße und später donnerstags im "Goldenen Engel" in der Mittelstraße statt.

Vorsitzende waren in diesen Jahren Konrad Sippel, Hans Marterer und ab 1955 Erwin Hasslöcher.

Viele Konzerte folgten, unter anderem 1947 mit dem Deutschen Meisterspieler aus Trossingen, Hermann Schittenhelm. Veranstaltungsorte waren unter anderem der Mannheimer Rosengarten und das Capitol. All diese Veranstaltungen brachten den Club musikalisch wie auch gesellschaftlich weiter. 1948 kehrte dann auch nach der Zonenöffnung der alte Dirigent Georg Poignée zum Verein zurück. Aus gesundheitlichen Gründen musste Herr Poignée 1956 das Amt des Dirigenten abgeben. Für seine herausragenden Leistungen wurde er am 1.9.1956 zum Ehrenmitglied ernannt.

Nachfolger wurde Siegfried Weber. Siegfried Weber hatte am Hohner Konservatorium in Trossingen seine staatliche Musiklehrerprüfung abgelegt und konnte als Spieler im Orchester des Hauses Hohner unter der Leitung von Rudolf Würthner reiche Orchester-Erfahrungen sammeln. Dass er ein Gewinn für den Verein war, stellte sich schon früh heraus.

Im Jahre 1959 wurde ein Festabend und Festkonzert zum 25jährigen Jubiläum im Bonifatiussaal abgehalten. Dieser Abend darf als einer der Höhepunkte in der ereignisreichen Vereinsgeschichte festgehalten werden. Als Gäste feierten der MGV "Concordia", der Verein für Volksmusik, das Werner Niehues-Quintett aus Trossingen sowie das Weltmeister Mundharmonika Trio, die "Weber-Brothers" mit.